Klares Ja zum Rauchverbot auf Spielplätzen

Die Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz (AT) begrüsst das deutliche Ja der Stimmbevölkerung der Stadt St.Gallen zum Rauchverbot auf städtischen Spielplätzen. Mit 71,3 Prozent Ja-Stimmen hat die Bevölkerung ein unmissverständliches Zeichen gesetzt: Kinder haben ein Recht auf eine rauchfreie Umgebung – die Politik ist gefordert, endlich zu handeln.

Über zwei Drittel der Stimmenden sprachen sich dafür aus, das Rauchen auf allen 128 städtischen Kinderspielplätzen zu verbieten. Besonders bezeichnend ist, dass das St.Galler Stadtparlament das Anliegen gleich zweimal abgelehnt hatte – zuletzt 2025 mit 35 zu 19 Stimmen. Die Bevölkerung hat diesen Entscheid nun mit deutlicher Mehrheit korrigiert – einer politischen Ohrfeige: Die Politik zögert, wo ein klarer Wille der Bürgerinnen und Bürger besteht.

Die AT fordert Bund, Kantone und Gemeinden auf, diese Botschaft ernst zu nehmen: Die Menschen in der Schweiz wollen strengere Passivrauchschutzgesetze. Es braucht schweizweit einheitliche Rauchverbote an Orten, an denen Kinder und Jugendliche sich aufhalten – auf Spielplätzen, in Schularealen, auf Sportanlagen und an öffentlichen Veranstaltungen. Der freiwillige Verzicht allein genügt nicht. Es ist an der Zeit, dass die Politik auf nationaler Ebene nachzieht und einen lückenlosen Schutz gewährleistet.

Kinder gehören zu den vulnerabelsten Mitgliedern der Gesellschaft. Sie können sich gegen Passivrauchen nicht wehren und sind besonders anfällig auf die schädlichen Auswirkungen des Tabakrauchs. Spielplätze sind Räume, in denen Kinder unbeschwert spielen, sich entwickeln und erholen sollen – nicht Orte, an denen sie Tabakrauch oder Aerosolen von E-Zigaretten ausgesetzt sein dürfen.

Die Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz gratuliert dem Initiativkomitee für sein Durchhaltwillen und Engagement, und der Bevölkerung der Stadt St.Gallen für ihren klaren Entscheid.

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