Rauchstopp


  • Rund sechs von zehn Rauchenden (60,5 %) möchten mit dem Rauchen aufhören.
  • Der Wunsch, mit dem Rauchen aufzuhören, kann je nach soziodemografischen und wirtschaftlichen Merkmalen deutlich variieren, beispielsweise zwischen den Sprachregionen oder nach Staatsangehörigkeit.
  • Von den Personen, die versuchen, mit dem Rauchen aufzuhören, schafft es innerhalb eines Jahres eine von sieben.
  • Nur etwa zwei von zehn ehemals täglich Rauchenden (19,1 %) gelingt der Rauchstopp beim ersten Versuch.

Der Rauchstopp beeinflusst massgeblich, wie sich der Tabakkonsum entwickelt. Aus epidemiologischer Sicht sinkt beispielsweise der Anteil der Rauchenden, wenn mehr Menschen aufhören als neu mit dem Rauchen beginnen. Auf individueller Ebene verringert ein Rauchstopp kurz-, mittel- und langfristig das Risiko gesundheitlicher Folgen. Weitere Informationen dazu finden Sie auf unserer Seite Vorteile des Rauchstopps.

Der Wunsch, mit dem Rauchen aufzuhören

In der Schweizerischen Gesundheitsbefragung (SGB) 2022 gaben 60,5 % der Rauchenden an, mit dem Rauchen aufhören zu wollen (Obsan, 2026[1]). Mehr als ein Viertel (30 %) berichtete, in den vergangenen 12 Monaten einen ernsthaften Aufhörversuch unternommen zu haben. Als solcher galt ein Versuch, bei dem die Person mindestens zwei Wochen lang nicht geraucht hatte, bevor sie rückfällig wurde (BFS, 2024[2]). Dieselben Daten deuten darauf hin, dass innerhalb eines Jahres eine von sieben Personen, die einen Aufhörversuch unternahmen, erfolgreich war. Insgesamt hat schätzungsweise knapp die Hälfte der Personen, die jemals geraucht haben, mit dem Rauchen aufgehört (48 %; Anteil der ehemals Rauchenden an allen Personen, die angeben, jemals geraucht zu haben).

2022 unterschied sich der Anteil der Rauchenden mit Aufhörwunsch jedoch deutlich zwischen den Sprachregionen: In der französisch- und italienischsprachigen Schweiz war er höher als in der Deutschschweiz. Auch nach Staatsangehörigkeit und Erwerbsstatus zeigten sich Unterschiede. Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit äusserten häufiger einen Aufhörwunsch als Schweizerinnen und Schweizer; Erwerbslose häufiger als Erwerbstätige und Nichterwerbspersonen.

Die Bereitschaft, mit dem Rauchen aufzuhören, scheint sich seit Anfang der 2000er-Jahre kaum verändert zu haben (Obsan, 2026[1]).

Auch die Omnibus-Erhebung Gesundheit und Lifestyle[3] erfasst Daten zur Motivation, mit dem Tabakkonsum aufzuhören. 2025 wollte jeweils mehr als die Hälfte der Konsumierenden aufhören: Bei Zigaretten waren es 52,6 %, bei Tabakerhitzern 50,6 %, bei Snus 59,9 % und bei Nikotinbeuteln 57,4 % (Notari et al., 2026[4]).

Aufhörbereitschaft bei täglich Rauchenden

Das bis 2016 laufende Suchtmonitoring Schweiz untersuchte den Rauchstopp in eigenen Berichten ausführlich. Die letzten Daten wurden 2015 erhoben (Kuendig et al., 2016[5]). Demnach wollten sechs von zehn täglich Rauchenden (60,1 %) mit dem Rauchen aufhören. Bei den gelegentlich Rauchenden war es mehr als ein Drittel (37,2 %).

Eine zusätzliche Auswertung ordnete Rauchende nach ihrer Bereitschaft zum Rauchstopp verschiedenen Phasen zu (Prochaska et al., 1992[6]). Schätzungsweise 36,8 % der täglich Rauchenden befanden sich in der Phase der Absichtslosigkeit: Sie äusserten keinen Wunsch, aufzuhören (Abbildung 2). 19,9 % waren in der Phase der Absichtsbildung und planten einen Aufhörversuch in den nächsten 1 bis 6 Monaten. 11,9 % befanden sich in der Vorbereitungsphase und wollten innerhalb der nächsten 30 Tage aufhören. Der Anteil der täglich Rauchenden in der Vorbereitungsphase war bei den 25- bis 34-Jährigen (14,6 %) und den 35- bis 44-Jährigen (14,5 %) etwas höher und bei den 20- bis 24-Jährigen (8,0 %) tiefer.

Aufhörbereitschaft der Täglich-Rauchenden, Anteil nach Stadium an allen Täglich-Rauchenden ab 15 Jahren

Abbildung 2: Bereitschaft der täglich Rauchenden zum Rauchstopp. Anteile nach Phase (in %) an allen täglich Rauchenden ab 15 Jahren, CoRolAR 2015 (Kuendig et al., 2016[5]).

Erfolgreiche Aufhörversuche

Derselbe Bericht zeigt, dass acht von zehn ehemals täglich Rauchenden (80,1 %) mehrere Aufhörversuche unternommen hatten, bevor ihnen der Rauchstopp gelang (Kuendig et al., 2016[5]). Die am häufigsten genannten Gründe für den Rauchstopp waren klar gesundheitlicher Art: 33,4 % nannten die «Vorbeugung von Krankheiten», 16,1 % das «Bewusstsein für die gesundheitlichen Folgen des Tabakkonsums». Ehemals gelegentlich Rauchende nannten vor allem die Vorbeugung von Krankheiten und den «Verlust der Freude am Rauchen». Mehr als drei Viertel der ehemals täglich Rauchenden (76,3 %) gaben in dieser Erhebung zudem an, beim Rauchstopp keine Entwöhnungshilfen in Anspruch genommen zu haben.


[1] https://ind.obsan.admin.ch/fr/indicator/monam/disposition-a-arrter-de-fumer-age-15; eingesehen am 30.04.2026.

[2] OFS (2024) : Actualité OFS - Enquête suisse sur la santé 2017 – La consommation de tabac de 1992 à 2022. OFS. Neuchâtel. Download.

[3] https://www.bag.admin.ch/fr/enquete-sante-et-lifestyle; eingesehen am 30.04.2026.

[4] Notari, L., Amos, J., & Delgrande Jordan, M. (2026). Produits du tabac et de la nicotine – Résultats de l’Enquête Santé et Lifestyle 2025 et évolutions récentes. Addiction Suisse. Téléchargement.

[5] Kuendig, Hervé ; Notari, Luca ; Gmel, Gerhard (2016) : Désaccoutumance tabagique en Suisse en 2015 - Analyse des données du Monitorage suisse des addictions. Addiction Suisse. Lausanne. Download.

[6] Prochaska, James O; DiClemente, Carlo C; Norcross, John C. In search of how people change. Applications to addictive behaviors. American Psychologist. 1992 47;9: 1102-1114.

AT Schweiz, April 2026