Schwarzmarkt

Die Frage des «Schwarzmarkts» für Tabak wird in der Schweiz regelmässig ins Feld geführt, um vor einer Erhöhung der Besteuerung von Tabak- und Nikotinprodukten zu warnen. Nach dieser Argumentation würden höhere Steuern zwangsläufig zu mehr Schmuggel, einer Zunahme des illegalen Handels und Steuerausfällen für den Bund führen. Der vorliegende Bericht untersucht diese Behauptung anhand der in der Schweiz verfügbaren Daten, der Statistiken des Bundesamtes für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG), der von KPMG für Philip Morris International erstellten Schätzungen, der Empty Pack Surveys sowie des Berichts des Bundesrates vom Dezember 2025.

Die wichtigste Schlussfolgerung ist einfach: Die Schweiz verfügt derzeit nicht über die notwendigen Daten, um das tatsächliche Ausmass des illegalen Tabakhandels auf ihrem Staatsgebiet zuverlässig zu bestimmen. Zollverstösse und Schmuggel kommen zweifellos vor. Die verfügbaren amtlichen Daten liefern jedoch keine Gesamtheit übereinstimmender Hinweise, die auf die Existenz eines grossen, strukturierten Schwarzmarkts schliessen liesse, der den Konsum in der Schweiz in erheblichem Umfang versorgt. Das BAZG räumt selbst ein, dass seine Statistiken keine präzise Unterscheidung nach Produkten, Kategorien von Verstössen, tatsächlichem Zeitpunkt der Beschlagnahmungen oder endgültigem Bestimmungsort der Waren erlauben.