Tabakkonsum bei Frauen in der Schweiz: eine epidemiologische Perspektive

Mehr als jede fünfte Frau raucht


  • In der Schweiz rauchte 2022 mehr als jede fünfte Frau ab 15 Jahren (20,8 %).
  • Frauen unter 45 Jahren rauchen häufiger als ältere Frauen.
  • Bei den 15- bis 24-Jährigen ist der Anteil Rauchender derzeit unter Frauen (26,2 %) höher als unter Männern (25,4 %).

Laut der Schweizerischen Gesundheitsbefragung (SGB) raucht mehr als ein Fünftel der weiblichen Bevölkerung (BFS, 2023[1]). Der Anteil der Raucherinnen unterscheidet sich jedoch deutlich zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen, insbesondere nach Alter, aber auch nach weiteren soziodemografischen und wirtschaftlichen Merkmalen.

Im Jahr 2022 rauchte über alle Altersgruppen hinweg etwas mehr als jede fünfte Frau ab 15 Jahren (20,8 %); bei den Männern waren es 27,1 % (Abbildung 1). Der Tabakkonsum ist jedoch innerhalb der weiblichen Bevölkerung ungleich verteilt. Besonders betroffen sind die jüngeren Altersgruppen. Am höchsten ist der Anteil der Raucherinnen bei den 15- bis 24-jährigen Frauen mit 26,2 %. Bei den Männern ist dagegen die Altersgruppe der 35- bis 44-Jährigen am stärksten betroffen. Auch bei den 25- bis 34-jährigen Frauen (24,6 %) und den 35- bis 44-jährigen Frauen (24,3 %) lag der Anteil noch bei knapp 25 %. Unter den Frauen im erwerbsfähigen Alter war er bei den 45- bis 54-Jährigen am tiefsten, doch auch in dieser Gruppe rauchte jede fünfte Frau (20,1 %). Bei den 55- bis 64-Jährigen stieg der Anteil wieder auf 22,9 %.

Ein bemerkenswerter Befund der SGB 2022 ist, dass bei den 15- bis 24-Jährigen der Anteil der Raucherinnen (26,2 %) inzwischen über jenem der Raucher (25,4 %) liegt. Aus epidemiologischer Sicht ist dies eine eher seltene Beobachtung.

Frauen Abb. 1

Abbildung 1 – Rauchprävalenz (%) bei Frauen und Männern, insgesamt und nach Alter, SGB 2022 (BFS, 2023[1]).

Sprachregionale, geografische und sozioökonomische Unterschiede

Die Daten der SGB 2022 zeigen Unterschiede zwischen den Sprachregionen beim Rauchen von Frauen (Obsan, 2026[2]; Abbildung 2). In der italienischsprachigen Schweiz war der Anteil der Raucherinnen mit 24,3 % höher als in der französischsprachigen Schweiz (22,6 %) und in der Deutschschweiz (19,9 %). Auf Kantonsebene lag der Anteil nur in Genf über 25 %. Über dem gesamtschweizerischen Wert von 20,8 % lagen zudem die Kantone Tessin (24,6 %), Basel-Stadt (24,5 %), Thurgau (24,4 %), Wallis (22,5 %), Waadt (22,0 %) und Aargau (21,5 %). In den Kantonen St. Gallen, Nidwalden, Schwyz, Zürich, Luzern, Basel-Landschaft und Graubünden lag der Anteil dagegen unter 20 %. Den tiefsten Anteil über alle berücksichtigten Altersgruppen verzeichnete der Kanton Zug mit 14,5 % (Obsan, 2026[2]). Die SGB 2022 zeigt auch Unterschiede nach Wohnregion: Über alle Sprachregionen und Kantone hinweg rauchten Frauen in städtischen Gebieten etwas häufiger (21,5 %) als Frauen in ländlichen (19,6 %) oder intermediären Gebieten (19,6 %). Diese Unterschiede waren jedoch statistisch nicht signifikant.

Die SGB 2022 zeigt zudem Unterschiede beim Rauchen von Frauen nach Staatsangehörigkeit, Erwerbstätigkeit und Bildungsniveau (Abbildung 2). Bei Frauen mit einer anderen Staatsangehörigkeit lag der Anteil der Raucherinnen bei 22,8 %, bei Schweizerinnen bei 20,2 %. Dieser Unterschied war statistisch nicht signifikant. Ein stärkerer und statistisch signifikanter Zusammenhang bestand mit der Erwerbstätigkeit: Unter erwerbstätigen Frauen rauchten 23,0 %, unter nicht erwerbstätigen Frauen 17,1 %. Bei Frauen über 25 Jahren zeigten sich auch nach Bildungsniveau relativ deutliche Unterschiede. Frauen mit einem Abschluss auf Sekundarstufe II (22,5 %) und, in geringerem Ausmass, Frauen mit einem Abschluss der obligatorischen Schule (19,8 %) rauchten häufiger als Frauen mit einer höheren Berufsbildung oder einem Hochschulabschluss (17,2 %).

Abbildung W2: Tabakkonsumprävalenz [%] unter den Frauen, nach Sprachregion, Nationalität, Bildungsniveau und Erwerbstätigkeit, SGB 2022 (Obsan, 2024[5]).

Abbildung 2 – Rauchprävalenz (%) bei Frauen nach Sprachregion, Staatsangehörigkeit, Bildungsniveau und Erwerbstätigkeit, SGB 2022 (Obsan, 2026[2]).

Schulbefragungen: Jede dreissigste 15-jährige Schülerin raucht täglich


  • Mit 15 Jahren raucht knapp jedes dreissigste Mädchen täglich (3,1 %). Insgesamt hat rund jedes dritte Mädchen (31,0 %) bereits eine Zigarette ausprobiert.

Die HBSC-Studie (Delgrande et al., 2023[3]) zeigt, dass 2022 bereits 3,1 % der 11-jährigen Mädchen mindestens einmal im Leben eine Zigarette geraucht hatten. Dieser Anteil steigt mit dem Alter deutlich an und erreicht bei den 15-Jährigen 31,0 %. Ein ähnlicher Verlauf zeigt sich beim Zigarettenkonsum in den 30 Tagen vor der Befragung: 16,6 % der 15-jährigen Mädchen hatten in diesem Zeitraum geraucht. Tägliches Rauchen kommt unter 13 Jahren kaum vor, betraf aber bereits 0,5 % der 13-jährigen, 1,5 % der 14-jährigen und 3,1 % der 15-jährigen Mädchen. Somit rauchte in der Schweiz 2022 knapp jedes dreissigste 15-jährige Mädchen täglich.

Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern nehmen seit Jahrzehnten ab


  • In den 1990er-Jahren nahm das Rauchen bei Frauen deutlich zu, stärker noch als bei Männern. Seither geht es zurück, bei Frauen jedoch weniger stark als bei Männern.
  • Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern werden seit mehr als dreissig Jahren kontinuierlich kleiner.

Die Schweizerische Gesundheitsbefragung erfasst seit 1992 die Entwicklung des Tabakkonsums in der Bevölkerung ab 15 Jahren. Zwischen 1992 und 1997 stieg der Anteil der Raucherinnen um 3,7 Prozentpunkte. Darauf folgten leichte Rückgänge zwischen 1997 und 2007: um 2,3 Prozentpunkte im Jahr 2002 und um 1,9 Prozentpunkte im Jahr 2007. Zwischen 2007 und 2017 blieb der Anteil vergleichsweise stabil (+0,6 Prozentpunkte im Jahr 2012; −0,9 Prozentpunkte im Jahr 2017), bevor er 2022 erneut deutlicher zurückging (−2,5 Prozentpunkte; Abbildung 3). Obwohl die Entwicklung bei den Männern insgesamt ähnlich verlief, zeigen die SGB-Daten, dass der Unterschied zwischen Männern und Frauen seit Anfang der 1990er-Jahre kontinuierlich kleiner geworden ist.

Eine 2018 veröffentlichte Sekundäranalyse (Gmel et al. 2018[4]) führte verschiedene verfügbare Datenquellen zusammen: die SGB, die Studie Health Behaviour in School-aged Children und das Suchtmonitoring Schweiz. Sie kam unter anderem zum Schluss, dass die Entwicklung des Tabakkonsums in der Schweiz zwischen 1992 und 2016 über alle Altersgruppen hinweg weitgehend dem Verlauf entsprach, der in der internationalen Fachliteratur als «smoking epidemic» [5],[6], also als Tabakepidemie, beschrieben wird. Nach diesem Modell setzte sich das Rauchen bei Männern früher und schneller durch. Entsprechend erreichen Männer früher höhere Spitzenwerte als Frauen. Auch der Rückgang nach Erreichen des Höchststands setzt bei Männern in der Regel früher ein. Laut dieser Theorie folgen Frauen der Entwicklung bei Männern mit einer Verzögerung von 10 bis 30 Jahren, sowohl während der Zunahme des Rauchens als auch in den anschliessenden Phasen der Stabilisierung und des Rückgangs.

Frauen Abb. 3

Abbildung 3 – Entwicklung der Rauchprävalenz (%) zwischen 1992 und 2022, insgesamt, nach Geschlecht und nach Sprachregion, SGB 1992–2022 (BFS, 2023[1]).

Junge Frauen rauchen häufiger als junge Männer

Wie bereits erwähnt, zeigen die Daten der SGB 2022, dass bei den 15- bis 24-Jährigen der Anteil der Raucherinnen (26,2 %) inzwischen über jenem der Raucher (25,4 %) liegt. Diese aus epidemiologischer Sicht eher seltene Beobachtung lässt sich insbesondere auf die unterschiedliche Entwicklung des Rauchens bei Frauen und Männern dieser Altersgruppe zurückführen. Seit der ersten SGB im Jahr 1992 nähern sich die Raucheranteile von Männern und Frauen insgesamt an; bei den 15- bis 24-Jährigen ist diese Entwicklung besonders ausgeprägt. In der ersten Erhebung betrug der Unterschied in dieser Altersgruppe noch 10,3 Prozentpunkte: 1992 rauchten 36,0 % der Männer und 25,7 % der Frauen. Bis 1997 stieg der Anteil bei den Männern um 10,6 und bei den Frauen um 14,8 Prozentpunkte. Danach ging er in beiden Gruppen bis 2022 mehr oder weniger kontinuierlich zurück, allerdings unterschiedlich schnell. Über den gesamten Zeitraum 1992–2022 sank er bei den 15- bis 24-jährigen Männern um 10,6 Prozentpunkte, während er bei den gleichaltrigen Frauen um 0,5 Prozentpunkte zunahm. Seit dem Höchststand 1997 ist das Rauchen bei den 15- bis 24-jährigen Männern deutlich stärker zurückgegangen als bei den 25- bis 34- und den 35- bis 44-Jährigen. Bei Frauen zeigt sich dieser Trend nicht: 15- bis 24-jährige Frauen rauchen häufiger als Frauen zwischen 25 und 34 oder zwischen 35 und 44 Jahren. Eine plausible Erklärung ist, dass die seit den 1990er-Jahren in der Schweiz umgesetzten Präventionsmassnahmen, die vor allem Minderjährige und junge Erwachsene ansprechen, bei jungen Männern und Frauen unterschiedlich gewirkt haben. Dabei könnten weitere äussere Einflüsse oder Umweltfaktoren eine Rolle spielen, etwa die Vermarktung von Tabakprodukten.

Konsumhäufigkeit und Konsummenge bei Raucherinnen


  • Mehr als zwei Drittel der Raucherinnen rauchen täglich. Das entspricht rund jeder siebten Frau in der Gesamtbevölkerung (14,0 %).

Die derzeit verfügbaren Ergebnisse der Schweizerischen Gesundheitsbefragung 2022 zur Konsumhäufigkeit und Konsummenge umfassen mehrere Kennzahlen: den Anteil der täglich und gelegentlich Rauchenden (BFS, 2024[7]), den Anteil der Gesamtbevölkerung, der durchschnittlich eine bestimmte Anzahl Zigaretten pro Tag konsumiert (BFS, 2023[8]; BFS, 2024[9]), sowie die durchschnittliche Anzahl täglich gerauchter Zigaretten unabhängig von der Konsumhäufigkeit (BFS, 2024[9]). Insgesamt rauchen schätzungsweise 14,0 % der Frauen ab 15 Jahren täglich und 6,8 % gelegentlich (BFS, 2024[7]). Damit rauchen mehr als zwei Drittel der Raucherinnen täglich. Am höchsten ist der Anteil täglich Rauchender bei den 55- bis 64-jährigen (17,7 %) und den 35- bis 44-jährigen Frauen (15,6 %). Gemäss der SGB 2022 konsumieren 2,3 % der Frauen durchschnittlich mindestens eine Packung Zigaretten pro Tag, gegenüber 6,1 % der Männer (BFS, 2023[8]). Die jüngsten SGB-Daten zeigen ausserdem, dass Raucherinnen unabhängig davon, ob sie täglich rauchen oder nicht, im Durchschnitt 7 Zigaretten pro Tag konsumierten; bei Rauchern waren es 9 (BFS, 2024[9]). Sekundäranalysen für das Schweizer Monitoring-System Sucht und nichtübertragbare Krankheiten (MonAM) auf Grundlage der SGB 2017 zeigen, dass knapp ein Sechstel der Raucherinnen (15,1 %) mindestens 20 Zigaretten pro Tag konsumierte (Obsan, 2026[10]). Dieser Anteil nimmt bei Frauen mit dem Alter stufenweise zu: 2017 lag er bei Raucherinnen unter 35 Jahren bei rund 10 % oder darunter, bei den Altersgruppen zwischen 35 und 74 Jahren hingegen bei rund 20 % oder darüber.

Welche Tabakprodukte konsumieren Frauen in der Schweiz?


  • Die herkömmliche Zigarette ist bei Raucherinnen in der Schweiz nach wie vor mit Abstand das am häufigsten konsumierte Tabakprodukt.
  • Im Jahr 2022 nutzten 5,6 % der Frauen zwischen 15 und 24 Jahren E-Zigaretten (ENDS), gegenüber 2,8 % der Gesamtbevölkerung ab 15 Jahren.

Die jüngsten nach Geschlecht aufgeschlüsselten Monitoring-Daten der Schweizerischen Gesundheitsbefragung 2022 erfassen den Konsum von Tabakprodukten und E-Zigaretten in der Gesamtbevölkerung, unabhängig davon, ob die Personen rauchen oder nicht (BFS, 2024a[11]; BFS, 2024b[12]). Sie zeigen, dass die Zigarette beim Tabakkonsum von Frauen in der Schweiz weiterhin an erster Stelle steht: 18,6 % der Frauen konsumieren Tabak in dieser Form, gegenüber 22,0 % der Männer. Andere Produkte werden deutlich seltener genutzt. So geben 2,6 % der Frauen an, E-Zigaretten (ENDS) zu verwenden, 2,2 % nutzen Tabakerhitzer wie IQOS, 1,1 % rauchen Wasserpfeife (Shisha), 0,5 % konsumieren Snus, 0,5 % Zigarillos und 0,2 % Zigarren. Weniger als 0,1 % rauchen Pfeife (Abbildung 4).

Bei den drei am häufigsten verwendeten Produkten – herkömmlichen Zigaretten, E-Zigaretten und Tabakerhitzern – unterscheiden sich die Altersmuster. Herkömmliche Zigaretten konsumieren am häufigsten Frauen zwischen 15 und 24 Jahren (23,3 %) und zwischen 25 und 34 Jahren (22,2 %). E-Zigaretten sind bei den 15- bis 24-Jährigen mit 5,6 % klar am weitesten verbreitet, deutlich vor den 25- bis 34-Jährigen (3,8 %) und den 35- bis 44-Jährigen (3,4 %). Tabakerhitzer werden dagegen am häufigsten von Frauen zwischen 35 und 44 Jahren genutzt (3,4 %), gegenüber 3,1 % der 25- bis 34-Jährigen und 1,9 % der 15- bis 24-Jährigen (BFS, 2024a[11]; BFS, 2024b[12]).

Ergänzende Daten zur Schweizerischen Gesundheitsbefragung liefert die Omnibus-Erhebung Gesundheit und Lifestyle[13]. Sie erfasst die Verbreitung verschiedener Tabakprodukte und ähnlicher Produkte bei Frauen, die in Privathaushalten in der Schweiz leben, und bestätigt die Trends der SGB 2022. Gemäss den Erhebungsdaten von 2025 rauchen 15,8 % der Frauen Zigaretten (Männer: 19,6 %), 6,0 % nutzen E-Zigaretten (Männer: 5,9 %) und 3,7 % Tabakerhitzer (Männer: 3,8 %; BAG, 2026[14]). Der Anteil der Frauen, die diese Produkte täglich konsumieren, liegt bei 9,5 % für Zigaretten (Männer: 12,8 %; BAG, 2026[14]), bei 2,3 % für E-Zigaretten (BAG, 2026[14]; Obsan, 2026[15]) und bei 2,4 % für Tabakerhitzer (BAG, 2026[14]; Obsan, 2026[16]). Andere Produkte wie Snus, Nikotinbeutel und Schnupftabak werden diesen Daten zufolge von Frauen in der Schweiz nur sehr selten konsumiert (BAG, 2026[14]).

Schulbefragungen: Welche Produkte konsumieren Schülerinnen?


  • Mit 15 Jahren konsumieren 7,5 % der Schülerinnen sehr häufig E-Zigaretten (ENDS), also an mindestens 10 der letzten 30 Tage.
  • Ein beachtlicher Anteil der 15-jährigen Mädchen konsumiert auch andere Tabakprodukte wie Wasserpfeife und Snus sowie Tabakprodukte zum Erhitzen (HTP).

Die HBSC-Studie 2022 erfasste neben dem Konsum herkömmlicher Zigaretten auch die Nutzung von E-Zigaretten (ENDS) bei 11- bis 15-jährigen Schülerinnen und Schülern. Bei den 14- und 15-Jährigen wurde zusätzlich nach dem Konsum von Tabakprodukten zum Erhitzen (HTP), von Wasserpfeife, Schnupftabak (Snuff) und Snus gefragt (Delgrande et al., 2023[3]).

In dieser Erhebung hatten 2,4 % der 11-jährigen Schülerinnen mindestens einmal im Leben eine E-Zigarette ausprobiert. Dieser Anteil stieg auf 7,8 % bei den 12-Jährigen, 18,2 % bei den 13-Jährigen, 31,9 % bei den 14-Jährigen und 40,1 % bei den 15-Jährigen. In jeder Altersgruppe lagen die Werte bei den Mädchen etwas tiefer als bei den Jungen. Die Nutzung von ENDS in den letzten 30 Tagen war bei 11-jährigen (1,1 %) und 12-jährigen Mädchen (2,8 %) noch vergleichsweise selten, nahm danach aber rasch zu. Im Jahr 2022 berichteten 10,0 % der 13-jährigen, 19,1 % der 14-jährigen und 25,0 % der 15-jährigen Mädchen, in den 30 Tagen vor der Befragung ENDS verwendet zu haben. Ein beträchtlicher Anteil der 13- bis 15-jährigen Mädchen hatte ENDS in diesem Zeitraum an mindestens 10 Tagen konsumiert: Bei den 13-Jährigen waren es 3,4 %, also mehr als jedes dreissigste Mädchen, bei den 14-Jährigen 5,9 %, also mehr als jedes siebzehnte, und bei den 15-Jährigen 7,4 %, also mehr als jedes vierzehnte. Während Jungen in allen Altersgruppen häufiger als Mädchen bereits einmal ENDS ausprobiert hatten, lagen die Mädchen bei diesem häufigen Konsum – an mindestens 10 der letzten 30 Tage – durchgehend vor den Jungen.

Zu den weiteren Tabakprodukten zeigt die HBSC-Studie 2022, dass 4,9 % der 14-jährigen und 8,0 % der 15-jährigen Mädchen in den letzten 30 Tagen mindestens einmal Wasserpfeife geraucht hatten[18]. Snus hatten 4,2 % der 14-jährigen und 5,6 % der 15-jährigen Mädchen konsumiert[19]. Tabakprodukte zum Erhitzen (HTP) hatten in den 30 Tagen vor der Befragung 2,4 % der 14-jährigen und 2,9 % der 15-jährigen Mädchen verwendet[20].


[1] https://www.bfs.admin.ch/bfs/fr/home/statistiques/sante/enquetes/sgb.assetdetail.28725086.html; eingesehen am 30.04.2026.

[2] https://ind.obsan.admin.ch/fr/indicator/monam/consommation-de-tabac-age-15; eingesehen am 30.04.2026.

[3] Delgrande Jordan, Marina; Balsiger, Nora; Schmidhauser, Valentine. (2023). Consommation de substances psychoactives chez les 11 à 15 ans en Suisse - Situation en 2022 et évolution dans le temps - Résultats de l'étude Health Behaviour in School-aged Children (HBSC) (Rapport de recherche No 149). Lausanne: Addiction Suisse. Download.

[4] Gmel, Gerhard; Notari, Luca; Gmel, Christiane. (2018). Rauchen und Alkoholkonsum in der Schweiz: Trends über 25 Jahre, Kohorten Effekte und aktuelle Details in Ein-Jahres-Altersschritten – eine Analyse verschiedener Surveys. Sucht Schweiz. Lausanne. Download.

[5] Lopez, Alan D.; Collishaw, Neil E.; Piha Tapani. A descriptive model of the cigarette epidemic in developed countries. Tob Control, 1994;3:242–7.

[6] Thun, Michael; Peto, Richard; Boreham, Jillian; Lopez, Alan D. Stages of the cigarette epidemic on entering its second century. Tob Control. 2012;21:96–101.

[7] https://www.bfs.admin.ch/bfs/fr/home.assetdetail.30305684.html; eingesehen am 30.04.2026.

[8] https://www.bfs.admin.ch/bfs/fr/home/statistiques/sante/enquetes/sgb.assetdetail.28845217.html; eingesehen am 30.04.2026.

[9] OFS (2024). Actualité OFS - Enquête suisse sur la santé – La consommation de tabac de 1992 à 2022. OFS. Neuchâtel. Download.

[10] https://ind.obsan.admin.ch/fr/indicator/monam/tabac-nombre-de-cigarettes-fumees-par-jour-age-15; eingesehen am 30.04.2026.

[11] OFS (2024a). Tableaux standards: Consommation de produits tabagiques et de cigarettes électroniques (1 de 2). OFS. Neuchâtel. Download.

[12] OFS (2024b). Tableaux standards: Consommation de produits tabagiques et de cigarettes électroniques (2 de 2). OFS. Neuchâtel. Download.

[13] https://www.bag.admin.ch/fr/enquete-sante-et-lifestyle; eingesehen am 30.04.2026.

[14] Données en voie de publication au moment de la rédaction du texte ; Disponibles à moyen terme sur la page dédiée au volet 2025 de l’enquête Santé et Lifestyle du site de l’Office fédéral de la santé publique : https://www.bag.admin.ch/fr/enquete-sante-et-lifestyle-2025 (état au 30.04.2026).

[15] https://ind.obsan.admin.ch/fr/indicator/monam/consommation-de-cigarettes-electroniques-age-15; eingesehen am 30.04.2026.

[16] https://ind.obsan.admin.ch/fr/indicator/monam/consommation-de-produits-du-tabac-a-chauffer-age-15; eingesehen am 30.04.2025.

[18] https://www.hbsc.ch/fr/tableaux-standards/substance_use/thirty-day-prevalence-waterpipe.html; eingesehen am 30.04.2026.

[19] https://www.hbsc.ch/fr/tableaux-standards/substance_use/thrity-day-prevalence-snus.html; eingesehen am 30.04.2026.

[20] https://www.hbsc.ch/fr/tableaux-standards/substance_use/thirty-day-prevalence-heat-not-burn.html; eingesehen am 30.04.2026.

AT Schweiz, April 2026