Tabakkonsum weltweit


  • Weltweit konsumieren mehr als 1,2 Milliarden Menschen Tabak.
  • Schätzungen zufolge verursachte das Rauchen im Jahr 2021 weltweit 6,2 Millionen Todesfälle.
  • Die Schweiz weist einen höheren Anteil Rauchender auf als andere Länder mit hohem Einkommen, obwohl diese im internationalen Vergleich bereits hohe Raucheranteile verzeichnen.
  • Im Vergleich zu den führenden Ländern der Tabakprävention schneidet die Schweiz mit hohen Raucheranteilen schlecht ab, insbesondere bei jungen Menschen.

Da die verfügbaren Datenquellen nicht vollständig vergleichbar sind, ist bei internationalen Vergleichen des Rauchens in der Schweiz eine kritische Einordnung nötig. Epidemiologische Erhebungen müssen auf den sozioökonomischen, sprachlichen und rechtlichen Kontext eines Landes abgestimmt sein. Zugleich müssen die Messungen über die Zeit vergleichbar bleiben, weshalb für das Monitoring häufig bereits bestehende nationale Erhebungen bevorzugt werden. Beides schränkt die Aussagekraft internationaler Vergleiche ein. Hinzu kommt, dass der Tabakkonsum stark von soziokulturellen und historischen Faktoren geprägt ist und sich die rechtlichen Rahmenbedingungen teils erheblich unterscheiden. All diese Faktoren können die Interpretation der Ergebnisse wesentlich beeinflussen. So kann es lange dauern, bis bedeutende Fortschritte in der Tabakprävention eines Landes Wirkung zeigen und sich auch im internationalen Vergleich niederschlagen. Mit der nötigen Vorsicht lassen sich aus international standardisierten Prävalenzschätzungen, etwa im Rahmen des Projekts Global Burden of Disease[1] [2], sowie aus den Ergebnissen der Studie Health Behaviour in School-aged Children[3] [4] dennoch Erkenntnisse über die weltweite Entwicklung des Rauchens und die Position der Schweiz gewinnen.

Verschiedene Initiativen vergleichen die Schweiz zudem mit anderen Ländern hinsichtlich ihrer Massnahmen zur Tabakprävention (siehe unsere Seite Tobacco Control Scale) oder der möglichen Einflussnahme der Tabakindustrie auf politische und gesetzgeberische Prozesse (siehe unsere Seite Global Tobacco Industry Interference Index).

Rauchen weltweit

Die Forschungskooperation Global Burden of Disease (GBD[1] [2] [5]) ist der bislang umfassendste Ansatz, um die Verbreitung und die epidemiologischen Trends des Rauchens weltweit zu erfassen. Ihre weltweiten Schätzungen zur Rauchprävalenz stützen sich auf Daten aus 3600 repräsentativen Erhebungen in mehr als 200 Ländern. Auf dieser Grundlage wurde geschätzt, dass im Jahr 2022 weltweit 28,5 % der Männer und 6,0 % der Frauen ab 15 Jahren Tabakprodukte rauchten (GBD 2021 Tobacco Forecasting Collaborators, 2024[5]). Für das Jahr 2021 werden weltweit 6,2 Millionen Todesfälle auf das Rauchen zurückgeführt (Cai et al., 2025[6]). Obwohl der Anteil Rauchender weltweit seit den 1990er-Jahren zurückgegangen ist, hat ihre absolute Zahl in der Bevölkerung ab 15 Jahren diesen Schätzungen zufolge in den vergangenen Jahrzehnten aufgrund des Bevölkerungswachstums zugenommen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt zudem, dass 75 % der Rauchenden weltweit in Ländern mit mittlerem Einkommen leben (middle income countries; World Health Organization, 2025[7]). Insgesamt konsumieren mehr als 1,2 Milliarden Menschen Tabakprodukte, die sie rauchen oder in anderer Form verwenden (World Health Organization, 2025[8]). Die im Rahmen von Global Burden of Disease und in verschiedenen WHO-Publikationen veröffentlichten Prävalenzdaten sind allerdings nicht immer vollständig aufgeschlüsselt. So werden etwa nur zusammengefasste Schätzungen für 2022 ausgewiesen. Dies schränkt Vergleiche zwischen Ländern sowie zwischen einzelnen Ländern und internationalen Schätzungen ein.

Die jüngsten GBD-Schätzungen, die einen internationalen Vergleich standardisierter Rauchprävalenzen ermöglichen, beziehen sich auf 2019. Für die Schweiz wurde in diesem Jahr geschätzt, dass 29,3 % der Männer und 23,4 % der Frauen rauchten (Abbildung 1; GBD 2019 Tobacco Collaborators, 2021[9]). Weltweit lagen die Schätzwerte für dasselbe Jahr bei 32,7 % für Männer und 6,6 % für Frauen. Damit lagen die standardisierten Werte der Schweiz bei den Männern leicht unter, bei den Frauen jedoch deutlich über dem weltweiten Niveau. Innerhalb der Länder mit hohem Einkommen wies die Schweiz sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen deutlich überdurchschnittliche Werte auf; die Mittelwerte dieser Länder lagen bei 26,9 % beziehungsweise 17,6 %. Die WHO hält in ihrem Bericht von 2021 zur weltweiten Tabakepidemie fest, dass der Anteil Rauchender in Ländern mit hohem Einkommen in den vorangegangenen Jahren zwar schneller zurückgegangen war, diese Länder insgesamt aber weiterhin die höchsten Rauchprävalenzen aufwiesen (World Health Organization, 2021[10]). Der Bericht enthält auch Modellrechnungen zur Prävalenz des täglichen Rauchens für 2019. Im Vergleich mit ihren Nachbarländern lag die Schweiz mit einem Anteil täglich Rauchender von 21 % im Mittelfeld: Deutschland verzeichnete 18 %, Österreich 21 %, Italien 20 % und Frankreich 28 %.

Standardisierte Prävalenzen für Tabakkonsum (gerauchter Tabak)

Abbildung 1: Standardisierte Prävalenz des Tabakkonsums (gerauchter Tabak) weltweit, in Ländern mit hohem Einkommen und in der Schweiz, 2019 (Global Burden of Disease 2019) [9].

Rauchen bei 11- bis 15-Jährigen in Europa und Kanada

Die internationale HBSC-Studie wurde 2021/2022 in 44 Ländern durchgeführt, überwiegend in Europa (Cosma et al. 2024[11]). Über alle teilnehmenden Länder hinweg hatten rund 25 % der 15-Jährigen bereits mindestens einmal im Leben eine Zigarette geraucht: 24 % der Jungen und 26 % der Mädchen. In den letzten 30 Tagen hatten 15 % Zigaretten geraucht, bei Jungen und Mädchen jeweils 15 % (Charrier et al., 2024[12]). Wie in unserer Übersicht zum Rauchen bei den 11- bis 15-Jährigen in der Schweiz beschrieben (siehe unsere Seite Tabakkonsum unter Jugendlichen), lag der aktuelle Konsum bei den 15-Jährigen in der Schweiz in einer ähnlichen Grössenordnung. Nach den für internationale Vergleiche standardisierten HBSC-Daten hatten in der Schweiz 13 % der 15-jährigen Jungen und 16 % der gleichaltrigen Mädchen in den letzten 30 Tagen Zigaretten geraucht. Das Ausprobieren von Zigaretten, also der Konsum mindestens einmal im Leben, war in der Schweiz dagegen deutlich häufiger als in der gesamten HBSC-Stichprobe. Die für internationale Vergleiche standardisierten Schweizer Werte lagen bei 31 % der Mädchen und 30 % der Jungen.

Weitere Schätzungen und Vergleiche zum Rauchen bei Jugendlichen

Im Rahmen ihrer Projektionen für den Zeitraum 2020 bis 2025 berichtete die WHO auf Grundlage der Studien HBSC, Global Youth Tobacco Survey[13] (GYTS) und Global School-based Student Health Survey[14] (GSHS), dass weltweit 10 % der 13- bis 15-Jährigen Tabakprodukte in irgendeiner Form rauchen. Das entspricht mehr als 40 Millionen Jugendlichen (World Health Organization, 2025[8]). Zudem konsumierten diesen Schätzungen zufolge rund 3,4 % der Jugendlichen dieser Altersgruppe rauchlose Tabakprodukte: 4,0 % der Jungen und 2,8 % der Mädchen. Weltweit waren dies mehr als 10 Millionen 13- bis 15-Jährige.

Vergleich mit Ländern mit vorbildlicher Tabakprävention

Das Europäische Parlament sprach sich 2022 für eine tabakfreie Generation in Europa bis 2040 aus. Länder wie Australien, Neuseeland, Irland, England, Finnland und die Niederlande haben in den vergangenen Jahren oder Jahrzehnten vorbildliche Strategien zur Tabakprävention entwickelt. Sie bieten damit aufschlussreiche Vergleichsmöglichkeiten für die Schweiz, die bei den Massnahmen zur Tabakprävention international zu den am schlechtesten platzierten Ländern gehört (siehe unsere Seite Rubrik Tobacco Control Scale).

Nach den standardisierten Schätzungen von Global Burden of Disease (GBD 2019 Tobacco Collaborators, 2021[9]) liegt die Schweiz mit Rauchprävalenzen von 23,4 % bei Frauen und 29,3 % bei Männern deutlich über Finnland (Frauen: 18,1 %; Männer: 24,8 %), den Niederlanden (Frauen: 20,4 %; Männer: 25,0 %), Irland (Frauen: 22,8 %; Männer: 21,9 %) und Grossbritannien (Frauen: 18,1 %; Männer: 21,7 %). Noch deutlich tiefere standardisierte Werte wiesen Neuseeland (Frauen: 15,2 %; Männer: 18,4 %) und Australien (Frauen: 14,4 %; Männer: 16,4 %) auf.

Gemäss den HBSC-Daten 2021/2022 (Charrier et al., 2023[12]) hatten in der Schweiz 31 % der 15-jährigen Mädchen und 30 % der gleichaltrigen Jungen mindestens einmal im Leben eine Zigarette geraucht. Damit lag die Schweiz nahe bei Finnland (Mädchen: 29 %; Jungen: 29 %), wo die Prävalenzen allerdings 2018 und 2022 gegenüber den vorangegangenen Erhebungen deutlich zurückgegangen waren. Deutlich schlechter schnitt die Schweiz im Vergleich zu Irland (Mädchen: 15 %; Jungen: 12 %), England (Mädchen: 28 %; Jungen: 16 %) und den Niederlanden (Mädchen: 25 %; Jungen: 22 %) ab.


[1] https://www.healthdata.org/research-analysis/gbd; eingesehen am 13.02.2026.

[2] https://www.thelancet.com/gbd; eingesehen am 13.02.2026.

[3] https://www.hbsc.org; eingesehen am 13.02.2026.

[4] https://www.hbsc.ch; eingesehen am 13.02.2026.

[5] GBD 2021 Tobacco Forecasting Collaborators (2024) Forecasting the effects of smoking prevalence scenarios on years of life lost and life expectancy from 2022 to 2050: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2021 The Lancet Public Health. 2024; 9(10):e729-e744.

[6] Cai, Y., Chen, G. and Bai, P. (2025) Global, Regional, and National Burden of Smoking-Related Diseases and Associations With Health Workforce Distribution, 1990–2021: Analysis From the Global Burden of Disease Study 2021. Int. J. Public Health 70:1608217.

[7] World Health Organization (2025). WHO global report on the global tobacco epidemic, 2025 : warning about the danger of tobacc. Geneva: World Health Organization. Download.

[8] World Health Organization (2025). WHO global report on trends in prevalence of tobacco use 2000-2024 ans projections 2025-2030. Geneva: World Health Organization. Download.

[9] GBD 2019 Tobacco Collaborators (2021). Spatial, temporal, and demographic patterns in prevalence of smoking tobacco use and attributable disease burden in 204 countries and territories, 1990–2019: a systematic analysis from the Global Burden of Disease Study 2019. Lancet. 2021 397: 2337-2360.

[10] World Health Organization (2021). WHO Report on the global tobacco epidemic 2021 - Addressing new and emerging products. Geneva: World Health Organization. Download.

[11] Cosma, A., Abdrakhmanova, S., Taut, D., Schrijvers, K., Catunda, C., and Schnohr, C. (2023). A focus on adolescent mental health and well-being in Europe, central Asia and Canada Health Behaviour in School-aged Children international report from the 2021/2022 survey. Volume 1. Copenhagen: WHO Regional Office for Europe. Download.

[12] Charrier L, van Dorsselaer S, Canale N, Baska T, Kilibarda B, Comoretto RI et al.., editors. (2020b). A focus on adolescent mental health and well-being in Europe, central Asia and Canada Health Behaviour in School-aged Children international report from the 2021/2022 survey. Volume 3. Copenhagen: WHO Regional Office for Europe. Download.

[13] https://www.who.int/teams/noncommunicable-diseases/surveillance/systems-tools/global-youth-tobacco-survey; eingesehen am 13.02.2026.

[14] https://www.who.int/teams/noncommunicable-diseases/surveillance/systems-tools/global-school-based-student-health-survey; eingesehen am 23.02.2022.

AT Schweiz, Februar 2026