- 12.02.2026
- News
Gesundheit und Lifestyle 2024: Tabak- und Nikotinkonsum bleibt hoch – neue Produkte gewinnen an Bedeutung
Die neue Auswertung der Erhebung Gesundheit und Lifestyle 2024 des Bundesamt für Gesundheit und Tabakpräventionsfonds zeigt: Der Konsum von Tabak- und Nikotinprodukten in der Schweiz bleibt verbreitet und diversifiziert sich weiter.
Laut Bericht konsumieren 27 % der Bevölkerung ab 15 Jahren Tabak- oder Nikotinprodukte, 21 % mindestens monatlich und 15 % täglich. Besonders besorgniserregend ist die Situation bei Jugendlichen: 14 % der 15–17-Jährigen konsumieren mindestens monatlich, 7 % täglich.
Zigaretten weiterhin führend – E-Zigaretten bei Jungen verbreitet
Zigaretten bleiben das am häufigsten konsumierte Produkt (14 % monatlich, 10 % täglich). Besonders betroffen sind Männer, Personen mit tieferem Bildungsabschluss sowie 18–24- und 35–44-Jährige.
Gleichzeitig gewinnen alternative Produkte weiter an Bedeutung:
- E-Zigaretten: Am stärksten verbreitet sind sie weiterhin bei 18–24-Jährigen (9 % monatlich) und 15–17-Jährigen (8 %).
- Erhitzte Tabakprodukte: 3 % monatlich, 2 % täglich, am häufigsten von 35-44-Jährigen.
- Snus und Nikotinbeutel: Jeweils 1% der Bevölkerung mindestens monatlich, am häufigsten unter 35-Jährigen.
Der Bericht stellt klar: Statt eines generellen Rückgangs zeigt sich eine Verankerung der Diversifizierung des Konsums, nicht eine Verlagerung zu tabakfreien Lebensweisen.
Werbung, Konsumorte und Jugendschutz
Auffällig ist die starke Wahrnehmung von Werbung bei Jugendlichen: 60% von 15-17-Jährigen haben im vergangenen Jahr Werbung für Tabak-/Nikotinprodukte wahrgenommen. 37–38 % der 15–24-Jährigen sehen Tabak- oder Nikotinwerbung am Kiosk, 25–29 % in sozialen Medien, mit steigenden Anteilen gegenüber 2023.
Viele Jugendliche beschaffen sich Produkte selbst, insbesondere über Kioske (Stand vor Inkrafttreten des neuen Tabakproduktegesetzes im Oktober 2024). Der Konsum findet häufig im Freien statt, jedoch auch in Innenräumen zuhause, insbesondere bei Nikotinbeuteln (64 %), Snus (50 %) und E-Zigaretten (49 %).
Was bedeutet das für die Prävention?
Die Ergebnisse bestätigen bestehende Trends, insbesondere den Anstieg des E-Zigarettenkonsums bei 15–24-Jährigen. AT Schweiz fördert mögliche regulatorische Massnahmen wie:
· Einschränkungen aromatisierter Produkte,
· ein Verbot von Einweg-E-Zigaretten,
· eine Ausweitung von Werbeverboten auf digitale Plattformen.
Den vollständigen Bericht finden Sie hier: