Finnland: Neutrale Verpackungen für Tabakerzeugnisse und E-Zigaretten

Finnland führt als elftes europäisches Land neutrale Verpackungen für Tabakerzeugnisse und elektronische Zigaretten ein. Diese Massnahme soll insbesondere die Attraktivität dieser Produkte für junge Menschen verringern. Die Schweiz hinkt diesbezüglich einmal mehr hinterher.

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Länder in Europa, die «Plain Packaging» eingeführt haben (Grafik: AT Schweiz)

Mit der am 13. April 2023 beschlossenen Verschärfung des Tabakgesetzes werden ab dem 01. Mai Markenbilder und Logos von den Packungen von Tabakerzeugnissen, elektronischen Zigaretten sowie deren Nachfüllkapseln in Finnland verbannt. Die Einführung neutraler Verpackungen («Plain Packaging»), das heisst Verpackungen ohne die spezifische Markenelemente und mit grossen bildlichen Warnhinweisen, gelten zusammen mit Preiserhöhungen und umfassenden Werbeverboten als eine der wirksamsten Massnahmen der Tabakprävention. Verschiedene Studien haben bereits gezeigt, dass neutrale Verpackungen das Rauchen bzw. den Raucheinstieg unattraktiver machen.

Als erstes Land hat Australien 2012 neutrale, einheitliche Verpackungen für Tabakprodukte eingeführt. Innert weniger Jahre sind über ein Dutzend Länder dem Beispiel Australiens gefolgt. Auch in Europa haben in der Folge verschiedene Länder und Regionen in den letzten Jahren neutrale Verpackungen für Tabakprodukte eingeführt. In dem vom Schweizer Parlament verabschiedeten Tabakproduktegesetz (TabPG), welches 2024 in Kraft tritt, sind keine neutralen Verpackungen vorgesehen, was aus Jugendschutzgründen bedauerlich und unverständlich ist. Das Parlament hat es verschlafen, sich den internationalen Standards anzugleichen.

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