Medienmitteilung: Frauen wollen mit Rauchen aufhören
Rund 2000 Personen nahmen dieses Jahr am Rauchstopp-Wettbewerb teil. 55 Prozent waren Frauen. Insgesamt zwei Drittel hatten schon zwei oder mehr Aufhörversuche hinter sich. Der Wettbewerb ist eine Aktion des Nationalen Rauchstopp-Programms. 2010 sind neu zwei Hauptpreise verlost worden. Der Geldpreis von 5000 Franken geht an Sylver Sermier aus Arbaz VS. Die Ferienwoche für zwei Personen in Leukerbad, offeriert von der Krankenversicherung Assura, gewinnt Sylvain Bertschy aus Vaulruz FR. Zusätzlich wurden zehn Trostpreise zu je 500 Franken verlost.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO verurteilt den Glamour, mit dem die Tabakindustrie besonders bei Teenies und jungen Frauen für das Rauchen wirbt. Anlässlich des Welttags ohne Tabak verlangt die WHO wirksame Massnahmen gegen die Vermarktung von Tabakwaren an junge Frauen.
In der Schweiz sind der Werbung und dem Sponsoring für Tabakwaren kaum Schranken auferlegt. In Zeitungen sowie abends in den allermeisten Kinos dürfen die Tabakkonzerne fast ungehindert werben. Auch die direkte Verkaufsförderung etwa mit Hostessen in Clubs, das Sponsoring von Kultur- und Sportveranstaltungen oder die Durchführung von grossen, nationalen Wettbewerben ist beinahe schrankenlos möglich. Werbung und Sponsoring erhöhen nachweislich die Nachfrage nach Tabakwaren. Deshalb verlangen Gesundheitsorganisationen ein umfassendes Verbot von Werbung, Verkaufsförderung und Sponsoring wie es schon lange für Radio und Fernsehen gilt.
Die Werbung für Zigaretten hat nichts zu tun mit der Wirklichkeit. So erkranken Raucherinnen häufiger an Herzinfarkten, Hirnschlägen, Krebserkrankungen und Atemstörungen als Nichtraucherinnen. Ebenso haben Raucherinnen mit Kinderwunsch grössere Schwierigkeiten, schwanger zu werden. Zugleich tragen sie ein höheres Risiko unfruchtbar zu bleiben.
Raucherinnen zwischen 25 und 34 Jahren wollen häufiger aufhören als gleichaltrige Männer. Dies kann durch Kinderwunsch, Schwangerschaft oder ein Leben mit Kleinkindern erklärt werden. Welche geschlechtsspezifischen Gesundheitsrisiken Raucherinnen eingehen und welche Vorteile ein Rauchstopp für Frauen bringt, erläutert das Faktenblatt «Frauen und Rauchen» der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention (gratis zu bestellen online auf www.at-schweiz.ch oder telefonisch unter Nummer 031 599 10 20).
Rauchstopplinie
Häufig sind mehrere Aufhörversuche nötig bis zum endgültigen Rauchstopp. Jeder Versuch zeigt aber, wo die Schwierigkeiten liegen. Wie diese überwunden werden können, wissen die Beraterinnen und Berater der nationalen Rauchstopplinie.
Für Anrufe in Deutsch, Französisch und Italienisch ist die Rauchstopplinie montags bis freitags von 11 bis 19 Uhr erreichbar, die Nummer 0848 000 181 steht auf jedem Zigarettenpäckchen. Die Nummern für Anrufe in Albanisch, Portugiesisch, Serbisch/Kroatisch/Bosnisch, Spanisch und Türkisch sind auf www.at-schweiz.ch oder über die Rauchstopplinie zu erfahren.
Das Nationale Rauchstopp-Programm wird getragen von der Krebsliga Schweiz, der Schweizerischen Herzstiftung und der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz und finanziell unterstützt vom Tabakpräventionsfonds.
Die Partnerorganisationen für den Rauchstopp-Wettbewerb sind die Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte, pharmaSuisse Schweizerischer Apothekerverband, die Schweizerische Zahnärzte-Gesellschaft, der Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner und die Swiss Dental Hygienists. Zudem wird der Wettbewerb von der Krankenversicherung Assura unterstützt. Die kantonalen Krebs- und Lungenligen, die Tabakpräventionsfachstellen sowie weitere Organisationen aus Prävention und Gesundheitsförderung beteiligen sich an der Durchführung des Wettbewerbs.
Kontakt: Claudia Zbinden, Projektleiterin, Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention, Haslerstr. 30, 3008 Bern, Tel. 031 599 10 20 Fax 031 599 10 35,
info(at)at-schweiz.ch
