Rauchstopp-Beratung in der Notfallabteilung
(AT) Ein Team des Lausanner Universitätsspitals CHUV befragte 226 Raucherinnen und Raucher, die zum ersten Mal die Notfallabteilung der Medizinischen Poliklinik aufsuchten, was sie über die gesundheitlichen Schäden des Rauchens wussten.
Deutlich geringer war das entsprechende Wis
- bei Personen, die kaum oder gar nicht französisch sprechen konnten, verglichen mit Personen, die die lokale Umgangssprache gut beherrschten,
- bei Männern gegenüber Frauen.
Zwar erhielt nur knapp ein Drittel der Befragten eine ärztliche Rauchstopp-Beratung. Doch verteilten sich diese Beratungen gleichmässig auf die Patienten und Patientinnen, unabhängig von ihren Kenntnissen der französischen Sprache.
Auch in einer Notfallabteilung sollten Ärztinnen und Ärzte aktiver sein hinsichtlich der Rauchstopp-Beratung, schreibt das Forschungsteam in der Fachzeitschrift Swiss Medical Weekly und fordert diesbezüglich zusätzliche Weiterbildung. Für die verschiedenen Patientinnen und Patienten wichtig sind Informationen in den verschiedenen Fremdsprachen.
Quelle: P. Bodenmann et al., Perception of the damaging effects of smoking, and brief cessation counselling by doctors. A comparison between native Swiss and immigrants, in: Swiss Medical Weekly 2005; 135: 256262 www.smw.ch.
