Nationales Rauchstopp-Programm

Das Ziel des Nationalen Rauchstopp-Programms ist, die Anzahl der Raucherinnen und Raucher zu erhöhen, die den Tabakkonsum aufgeben. Dies ist die effizienteste Massnahme, um die durch das Rauchen verursachte Sterblichkeit zu senken. Die Krebsliga Schweiz, die Lungenliga Schweiz, die Schweizerische Herzstiftung und die Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz bilden die Trägerschaft. Finanziert wird das Nationale Rauchstopp-Programm vom Tabakpräventionsfonds.

Ungefähr 9'500 Personen sterben in der Schweiz jährlich an den Folgen des Tabakkonsums. Je 41 Prozent dieser Todesfälle werden verursacht durch Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, 18 Prozent durch Atemwegskrankheiten.

Wie die Untersuchung zur Sterblichkeit bei britischen Ärzten über einen Zeitraum von fünfzig Jahren zeigt, lässt sich mit dem Anstieg der Anzahl Personen, die mit Rauchen aufhören, die tabakbedingte Sterblichkeit am schnellsten herabsetzen verglichen mit anderen Massnahmen. Aufgrund dieser Erkenntnis messen die Krebsliga Schweiz, die Lungenliga Schweiz, die Schweizerische Herzstiftung und die Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention der Förderung des Rauchstopps einen hohen Stellenwert zu.

Bei spontanen Ausstiegsversuchen liegt die Erfolgsrate zwischen 0.5 bis 3 Prozent. Bereits eine kurze Entwöhnungsberatung durch eine Ärztin oder einen Arzt führt zu Abstinenzraten von 5 bis 10 Prozent. Werden solche Kurzinterventionen kombiniert mit der Verschreibung nikotinhaltiger Medikamente, ergeben sich Abstinenzraten von bis zu 30 Prozent nach einem Jahr.

Fachleute aus Gesundheitsberufen

Die Förderung des Rauchstopps erfolgt deshalb vor allem über Fachleute aus den Gesundheitsberufen und den entsprechenden Fach- und Berufsorganisationen. Diese Fachleute sollen verstärkt zur Rauchstopp-Beratung motiviert werden und vermehrt die nötige Qualifikation erwerben.

Dieser Bereich umfasst folgende Projekte:

  • Frei von Tabak - ärztliche Beratung zum Rauchstopp (seit 2001, verantwortlich Krebsliga Schweiz),
  • Rauchen - Intervention in der zahnmedizinischen Praxis (seit 2002, verantwortlich Krebsliga Schweiz),
  • Raucherberatung in der Apotheke (seit 2004, verantwortlich Krebsliga Schweiz),
  • Hospital Quit Support - Rauchstopp-Beratungsstellen an Schweizer Spitälern (seit 2005, verantwortlich Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention),
  • Rauchstopp-Beratung für Diabetes- und Herz-Kreislauf-Kranke (seit 2007, verantwortlich Schweizerische Herzstiftung)

Bevölkerung

Zudem sollen Publikumsaktionen den Rauchstopp in der Öffentlichkeit zur Sprache bringen und auf geeignete Methoden wie die Rauchstopplinie 0848 000 181 und wissenschaftlich gesicherte Entwöhnungshilfen hinweisen. Rauchende sollen häufiger einen Rauchstopp planen und dazu die verschiedenen wissenschaftlich anerkannten Entwöhnungshilfen nutzen.

Hierzu gehören die Projekte:

  • Rauchstopp-Beratung für türkischsprachige Raucherinnen und Raucher (seit 2010, verantwortlich Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention),
  • Rauchstopp-Wettbewerb zum Welttag ohne Tabak vom 31. Mai (seit 2001, verantwortlich Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention).