Persönliche Tipps
Wie mit Rauchen aufhören? Ein Rauchstopp steht oder fällt mit der Vorbereitung. Beginnen Sie schon heute, sich in Gedanken auf Ihren Rauchstopp vorzubereiten.
Haben Sie schon früher versucht, mit Rauchen aufzuhören? Welches sind Ihre Erfahrungen? Was hat Ihnen geholfen? Was hat Ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht?
Vor dem Rauchstopp
- Welche Schwierigkeiten könnten wieder auftauchen? Entwickeln Sie einen Plan, wie Sie diese meistern wollen. Holen Sie sich am Rauchertelefon 0848 000 181 die neusten Aufhörtipps.
- Entscheiden Sie im voraus, wieviel Alkohol Sie trinken wollen. So vermeiden Sie, von einer Sucht in die andere zu kippen.
- Erzählen Sie in Familie und Freundeskreis von Ihrem Rauchstopp. Fordern Sie einen nahestehenden Menschen auf, Sie in Ihrem Entschluss aktiv zu unterstützen.
- Nikotinhaltige Medikamente (Kaudepots, Hautpflaster, Sublingualtabletten, Lutschtabletten oder Inhaler) verdoppeln die Chancen für einen erfolgreichen Nikotinentzug. Das Medikament Zyban mit dem Wirkstoff Bupropion vermindert das Verlangen nach der Zigarette. Durch das Medikament Champix wird den Rezeptoren im Hirn suggeriert, Nikotin werde zugeführt, und die entsprechende Wirkung tritt ein, ohne dass das Nervengift Nikotin daran beteiligt ist. Beide Medikamente sind rezeptflichtig. Lassen Sie sich darüber in der ärztlichen Praxis oder in der Apotheke von Fachleuten beraten.
- Setzen Sie Ihren Rauchstopp-Tag fest. Wählen Sie dafür den bestmöglichen Zeitpunkt, z.B. einen arbeitsfreien Tag, ein Besuch in fremder Umgebung, in der Sie für Ungewohntes ohnehin empfänglicher sind. Planen Sie Ihren Rauchstopp-Tag mindestens zehn Tage voraus.
- Beobachten Sie Ihr Rauchverhalten und notieren Sie jeweils vor dem Rauchen, was Sie gerade tun, in welcher Stimmung Sie im Augenblick sind, wie wichtig das Rauchen im Moment für Sie ist, was Sie statt zu rauchen tun könnten...
- Überlegen Sie sich, welche Tätigkeiten das Rauchen ersetzen könnten und welche "verführerischen" Situationen gemieden werden müssen.
- Notieren Sie Ihre persönlichen Gründe für und wider das Rauchen. Überdenken und überarbeiten Sie diese Liste regelmässig.
- Überlisten Sie Ihre Rauchgewohnheiten und versuchen Sie täglich, das Anzünden der ersten Zigarette länger hinauszuschieben, oder lassen Sie gelegentlich eine der "unwichtigen" Zigaretten weg. So reduzieren Sie schon Ihren Zigarettenkonsum.
- Wenn Sie Lust auf eine Zigarette haben, warten Sie drei Minuten... Vielleicht schaffen Sie es schon bald länger.
- Zünden Sie sich Zigaretten an, ohne es zu merken? Dann tragen Sie weder Streichhölzer noch Feuerzeug mit sich herum. Das stete Fragen nach Feuer macht Ihnen den unwillkürlichen Griff zur Zigarette bewusst.
- Kaufen Sie erst ein neues Zigarettenpäckchen, wenn das alte leer ist. Halten Sie keinen Vorrat! Wechseln Sie die Zigarettenmarke bei jedem Kauf. Dies macht Ihnen die Abhängigkeit erst recht bewusst und die "neuen" werden Ihnen weniger schmecken.
- Suchen Sie Unterstützung: Gemeinsam mit jemandem aufzuhören oder sich durch Freunde und Familie motivieren zu lassen erleichtert den Rauchstopp.
- Halten Sie sich an den festgesetzten Rauchstopp-Tag und bereiten Sie sich und Ihre Umgebung gut darauf vor.
- Informieren Sie sich über verschiedene Rauchstopp-Methoden und Ausstiegshilfen - eine Fachperson oder das Rauchertelefon 0848 000 181 geben Ihnen Auskunft.
Nach dem Rauchstopp
- Geben Sie dem Rauchstopp-Tag eine grosse Bedeutung und organisieren Sie alles so, dass Sie keine Ausreden fürs Scheitern finden...
- Werfen Sie alle Zigaretten und Rauchutensilien wie Aschenbecher und Feuerzeug fort.
- Meiden Sie Orte und Situationen, wo die Versuchung, wieder zu rauchen, gross ist.
- Sorgen Sie für eine rauchfreie Umgebung - am Arbeitsplatz, in Ihrer Wohnung, an den Orten, wo Sie Ihre Freizeit verbringen.
- Lenken Sie sich während der ersten Tage ohne Zigaretten ab: tun Sie alles, um Ihre Gedanken und Ihre Hände von der Zigarette zu lösen: kauen Sie zuckerfreien Kaugummi, spielen Sie mit einem Bleistift...
- Atmen Sie immer wieder tief durch und entspannen Sie sich. Lernen Sie, ohne Rauch mit Stress umzugehen.
- Bewegen Sie sich....
- Belohnen Sie sich immer wieder für Ihren gelungenen Rauchstopp. Sie können das gesparte Zigaretten-Geld in eine Rauchstopp-Prämie umsetzen.
- Beachten Sie, dass in der dritten Woche eine Krise auftreten kann, die Ihnen grössere Probleme als in den ersten zwei Wochen bereitet.
- Bleiben Sie beim Nichtrauchen. Für immer! Den Meisten wird die erste Zigarette nach dem Rauchstopp zum Verhängnis - vermeiden Sie also diese erste Zigarette, auch wenn Sie in rauchender Gesellschaft sind oder unter Stress stehen.
- Tritt ein Rückfall ein, verzweifeln Sie nicht, sondern legen Sie gleich den neuen Rauchstopp-Tag fest; am besten den nächsten Tag.
- Fühlen Sie sich als frischgebackener Nichtraucher noch unsicher oder befürchten Sie einen Rückfall, dann suchen Sie zusätzliche Unterstützung bei einer Fachperson oder rufen Sie das Rauchertelefon 0848 000 181 an.
Suchen Sie eine Anleitung für den selbständigen Ausstieg aus dem Tabakkonsum?
Dann sind Sie mit dem Entwöhnungsprogramm "Ziel Nichtrauchen" gut bedient. Dieses führt Sie von den ersten Vorbereitungen Schritt für Schritt bis zum selbstsicheren Durchhalten nach dem Rauchstopp.
In das Programm können Sie direkt online einsteigen unter
www.zielnichtrauchen.ch, auf Wunsch sendet Ihnen die Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention die Unterlagen auch per Post zu.
Die Wirksamkeit von "Ziel Nichtrauchen" ist wissenschaftlich nachgewiesen.
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