Tabakindustrie vermeidet Debatte über Zigarettenstummel

23.11.2009 Kategorie: Tabakindustrie/Wirtschaft, Verkaufseinschränkungen
(at) 4,5 Billionen Zigarettenstummel belasten weltweit jährlich die Umwelt. Die Tabakindustrie schiebt die Schuld daran auf die Rauchenden ab.

Zigarettenstummel sind giftig und biologisch nicht abbaubar. Seit mindestens zwanzig Jahren befürchtet die Tabakindustrie, dass aufgrund dieses Umweltproblems der Tabakverkauf eingeschränkt wird.

Eigene Forschungen der Industrie ergaben, dass Rauchende sich vor den Stummeln ekeln oder sich wegen der Stummel schämen und deshalb diese nur zögernd entsorgen. Oft gehört das Wegspicken auch zum Ritual des Rauchens. Individuelle Aufrufe an die Rauchenden versagen also bei der Lösung dieses Abfallproblems.

Umweltproblem anprangern
Das Thema der Umweltbelastung durch Zigarettenstummel ist von der Tabakkontrolle vermehrt aufzugreifen. Das forderte Elizabeth Smith von der Universität Kalifornien an der Jahresversammlung 2009 der Amerikanischen Vereinigung für Public Health. Die Forscherin wertete interne Dokumente der internationalen Tabakkonzerne aus.

Quelle: Elizabeth Smith, Tobacco industry and smoker attitudes toward cigarette butt litter. Banning butts: The environmental case for eliminating tobacco waste, 137th American Public Health Association Annual Meeting (November 7-11, 2009) Opens external link in current windowwww.apha.org/meetings.

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