Rauchen verschärft soziale Unterschiede

12.10.2009 Kategorie: Gesundheit, Schwangerschaft/Frauen
(at) In sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen führt das Rauchen während der Schwangerschaft zu mehr Fällen von Totgeburt und plötzlichem Kindstod.

Ein Forschungsteam der Universität Oxford untersuchte in Schottland über 500'000 Geburten zwischen 1994 und 2003.

Unterschiedliche Rauchgewohnheiten
In der sozial am meisten benachteiligten Bevölkerungsgruppe rauchten 38 Prozent der Frauen, in der am wenigsten benachteiligten Gruppe bloss 13 Prozent der Frauen während der Schwangerschaft.

Diese Rauchgewohnheiten verursachten mehr beziehungsweise weniger Fälle von Totgeburt und plötzlichem Kindstod.

  • 38 Prozent der grösseren Anzahl Totgeburten in der sozial am meisten benachteiligten Gruppe waren durch das Rauchen zu erklären.
  • 31 Prozent der grösseren Anzahl von plötzlichem Kindstod in dieser Bevölkerungsgruppe liessen sich auf das Rauchen zurückführen.

Rauchstopp-Programme
Tabakprävention in der Schwangerschaft und der Zeit nach der Geburt kann demnach die sozialökonomischen Unterschiede bei Totgeburt und plötzlichem Kindstod in bis zu 40 Prozent der Fälle verhindern. Ebenso notwendig sind aber weitere soziale Massnahmen, betont das Forschungsteam.

Quelle: Ron Gray et al., Contribution of smoking during pregnancy to inequalities in stillbirth and infant death in Scotland 1994-2003: retrospective population based study using hospital maternity records, in: BMJ 2009;339:b3754 doi:10.1136/bmj.b3754 Opens external link in current windowbmj.com.

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