Zigarettenpackungen täuschen Konsumentinnen und Konsumenten

03.08.2009 Kategorie: Tabakindustrie/Wirtschaft, Werbung
(at) Die gesetzlichen Bestimmungen über Tabakwaren haben beim Schutz vor Täuschung bisher versagt.

Diesen Schluss zogen David Hammond und Carla Parkinson von der Universität Waterloo in Kanada, nachdem sie über 600 Personen zu unterschiedlichen Zigarettenpackungen befragt hatten.

Standen Begriffe wie weich (englisch smooth) und silber (englisch silver) auf den Packungen, bewerteten die Befragten die Zigaretten deutlich häufiger als milder im Geschmack und verbunden mit geringerem Teergehalt und tieferen Gesundheitsrisiken.

Dasselbe traf zu auf Packungen mit hellen Farben und der Abbildung eines Filters. Als Vergleich dienten Zigaretten, auf deren Packungen etwa Begriffe wie volles Aroma zu lesen war. Das Urteil über den Geschmack war jeweils eindeutig verknüpft mit der Beurteilung von Teergehalt und Gesundheitsrisiken.

In der Schweiz untersagt die Tabakverordnung namentlich die Begriffe "leicht", "ultraleicht" und "mild".

Quelle: David Hammond, Carla Parkinson, The impact of cigarette package design on perceptions of risk. in: Journal of Public Health, Advance Access published online on July 27, 2009 doi:10.1093/pubmed/fdp066 Opens external link in current windowhttp://jpubhealth.oxfordjournals.org.

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