Im Experiment Nichtrauchen auch über Filmidole sprechen
(at) Das Schauen von Rauchszenen in Filmen beeinflusst sogar Jugendliche, die noch nie in ihrem Leben geraucht haben. Ein Gegengewicht zu rauchenden Filmstars setzt das Experiment Nichtrauchen. Dieser nationale Wettbewerb ist offen für Schulklassen des 6. bis 9. Schuljahres und startet jetzt in die achte Runde.
Erstmals für Europa hat eine Studie des Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung aus Kiel nachgewiesen, dass Rauchszenen in Filmen das Rauchverhalten von Jugendlichen beeinflussen. Doppelt so gross ist das Risiko des Rauchens für 11- bis 15-Jährige, wenn sie in TV-, Video- und DVD-Filmen sehr vielen Rauchszenen ausgesetzt sind, verglichen mit Gleichaltrigen, die Filme mit wenig oder keinen Rauchszenen konsumieren. Dies betrifft nicht nur Jugendliche, die bereits früher Erfahrungen mit dem Rauchen gesammelt haben, sondern ebenso Jugendliche, die noch nie Zigaretten ausprobiert haben.
Experiment Nichtrauchen gibt Schülerinnen und Schülern auch Gelegenheit, über die Rolle von Filmstars zu reden. So können Jugendliche lernen, Positives und Negatives ihrer Idole zu hinterfragen und entsprechend zu werten. Sie können ihr Idol toll finden und trotzdem dessen Zigarettenkonsum ablehnen.
Tabak ist out
Beim nationalen Wettbewerb Experiment Nichtrauchen können Schüler und Schülerinnen des 6. bis 9. Schuljahres mitmachen. Jede Klasse verpflichtet sich, sechs Monate lang rauchfrei zu bleiben. Dies gilt für den Konsum von allen Tabakwaren, etwa auch für das Rauchen von Wasserpfeifen oder das Schnupfen von Tabak.
Bis Ende Oktober anmelden
Experiment Nichtrauchen dauert vom 5. November 2007 bis 5. Mai 2008. Ab sofort können Lehrerinnen und Lehrer ihre Klasse online unter
www.experiment-nichtrauchen.ch oder auf dem Postweg anmelden, die Anmeldefrist läuft bis zum 26. Oktober 2007.
Die Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention führt den Wettbewerb zusammen mit den kantonalen Tabak- und Suchtpräventionsstellen sowie den kantonalen Krebs- und Lungenligen mit der Unterstützung des Tabakpräventionsfonds durch. In zahlreichen Kantonen veranstalten die Fachstellen regionale Aktivitäten zum Experiment Nichtrauchen, besonders Ausstellungen, öffentliche Diskussionen und Kreativwettbewerbe sowie Verlosungen zusätzlicher Preise.
Quelle der Forschungsarbeit:
Reiner Hanewinkel, James D. Sargent, Exposure to Smoking in Popular Contemporary Movies and Youth Smoking in Germany, in: American Journal of Preventive Medicine June 2007, 32: 466-473
www.ajpm-online.net.
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